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BKAZVO – ein Erfolgsmodell

Mit der Berufskolleganrechnungs- und  -zulassungsverordnung (BKAZVO) hat die nordrhein-westfälische Landesregierung ein ausbildungsmarktpolitisches Instrument geschaffen, um durch eine Anrechnung schulischer Vorleistungen die Dauer dualer Ausbildungszeiten zu verkürzen und Absolventen vollzeitschulischer Bildungsgänge die Zulassung zu Kammerprüfungen zu ermöglichen.

Mit ihrer Verabschiedung im Mai 2006 hat die Landesregierung Regelungen getroffen, die ergänzend zu dem dualen System der Berufsausbildung treten und helfen sollen, die schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt zu entlasten. Insbesondere für Altbewerber unter den Ausbildungsplatzsuchenden sollen zusätzliche Optionen geschaffen werden, um einen Einstieg in die Berufsausbildung zu ermöglichen. Mit Blick auf die regional und sektoral unterschiedliche Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt, konzentrieren sich die Initiativen der BKAZVO schwerpunktmäßig auf die Regionen, in denen eine besonders ungünstige Lehrstellen-Bewerber-Relation gegeben ist.

Das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten beruht auf

  • den Anrechnungsmöglichkeiten auf die Dauer dualer Berufsausbildung für Jugendliche, die Abschlüsse in vollzeitschulischen Bildungsgängen der Berufskollegs erworben haben. Die Anrechnungszeiträume betragen in Abhängigkeit des besuchten Bildungsganges sechs, zwölf oder achtzehn Monate und
  • der Zulassung von Jugendlichen zur Berufsabschluss- oder Gesellenprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf vor der zuständigen Kammer nach dem Besuch eines entsprechenden vollzeitschulischen Bildungsganges.

Die Einrichtung vollzeitschulischer Bildungsgänge im Rahmen der BKAZVO bedarf der Herstellung des regionalen Konsenses zwischen den beteiligten Akteuren

  • Berufskolleg (Schulträger),
  • Agentur für Arbeit,
  • zuständige Kammer und
  • zuständige Gewerkschaft.