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Bildungsgänge nach BKAZVO – Wie geht das?

Idealtypischer Ablauf der Einrichtung vollzeitschulischer Bildungsgänge nach BKAZVO:

1) Das Berufskolleg (Schulleiter/Bildungsgangleiter) informiert sich über die Möglichkeiten der BKAZVO und prüft Realisierungsmöglichkeiten hinsichtlich Personal, Ressourcen, Räumlichkeiten und mögliche Praktikumsplätze.

2) Das Berufskolleg entscheidet sich unter Einbezug und Zustimmung des Schulträgers sowie unter Beachtung der Bedarfsorientierung, einen Bildungsgang nach der BKAZVO (Typ I) bzw. die Modifizierung/ Erweiterung bestehender Assistentenbildungsgänge (Typ II) mit dem Ziel der Kammerprüfung anzustreben. Das Kollegium am Berufskolleg sollte diese Entscheidung mittragen.

3) Gleichzeitig werden die unterstützenden Dienste und die Beratung der Bezirksregierung (Hauptdezernent/Fachberater) in Anspruch genommen.

4) Das Berufskolleg führt erste Gespräche mit der zuständigen Kammer, der Arbeitsagentur und der zuständigen Gewerkschaft (Konsenspartner).

5) Bei grundsätzlicher Zustimmung der Konsenspartner richtet das Berufskolleg einen Antrag auf Einrichtung eines Bildungsganges nach BKAZVO an selbige.

6) Die Bezirksregierung bzw. das Berufskolleg klärt mit den Konsenspartnern (und dem Schulträger) einen Termin für eine Konsensrunde und lädt zu dieser ein.

7) In der Konsensrunde stellt das Berufskolleg den Antrag auf Einrichtung (Typ I) bzw. die Modifizierung des Bildungsganges (Typ II). Die Konsenspartner beraten und kommen zum Konsens. Dieser wird in einem Protokoll und durch Unterschriften unter eine Konsensvereinbarung festgehalten. Bei fehlender Einstimmigkeit ist der Konsens vorerst gescheitert.

8) Bei Konsens über einen Bildungsgang nach Typ I ist ein Schulträgerbeschluss (Ratsbeschluss) notwendig.

9) Stimmt der Schulträger dem Bildungsgang nach Typ I zu, richtet dieser einen Genehmigungsantrag auf Einrichtung dieses Bildungganges an das Dezernat 48 der Bezirksregierung. Diesem Antrag ist ein Bildungsgangkonzept hinzuzufügen.  Bei Bildungsgängen nach Typ II erfolgt seitens des Berufskollegs lediglich eine Anzeige dieses modifizierten Bildungsganges bei der Bezirksregierung.

10) Das Berufskolleg nutzt die Zeit bis zum Beginn des vollzeitschulischen bzw. modifizierten Bildungsganges und schafft die notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung, akquiriert die notwendigen Praktikumsplätze, trifft eine Auswahl unter den interessierten Bewerbern und schliesst mit diesen eine schriftliche Vereinbarung (ähnlich einem Ausbildungsvertrag). Der Schülerstatus bleibt dadurch erhalten. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Gewährung von Leistungen nach dem BaFöG von Bedeutung.