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FAQ

Fragen zur Anrechnung

Wovon hängt es ab, ob sechs oder zwölf (bzw. zwölf oder achtzehn) Monate des vorangegangenen vollzeitschulischen Bildungsgangs (§ 1 BKAZVO) anerkannt werden?
Die Frage, ob und wie lange verkürzt werden kann, muss im Rahmen der BKAZVO zwischen Auszubildender und Auszubildendem sowie dem Ausbildungsbetrieb ausgehandelt werden. Anhaltspunkte können sein: Noten auf dem Abschlusszeugnis des Vollzeitbildungsganges, Affinität des Vollzeitbildungsgangs zu dem zu erlernenden anerkannten Ausbildungsberuf.

Wenn eine Schülerin oder ein Schüler aus der Berufsfachschule in eine Klasse nach Fallgruppe I übernommen wird, ist hier eine Anrechnung und damit Verkürzung der Ausbildung möglich?
Ja. Die in der BKAZVO vereinbarten Anrechnungen gelten auch für die vollzeitschulischen Bildungsgänge der Berufskollegs genauso wie für eine duale Ausbildung.

In der BKAZVO fehlen bei den Anrechnungsmöglichkeiten die Fachoberschulen. Welche Regelung ist für diesen Bildungsgang vorgesehen?
Die Fachoberschulen sind in der Regelung nicht berücksichtigt.

Fragen zur fachpraktischen Ausbildung

Müssen die gesamten Praktika nach einem vorgegebenen Ausbildungsplan durchgeführt werden, welcher dem Ausbildungsrahmenplan für z.B. Fachinformatiker entspricht?
Die Schülerin, der Schüler weist das Praktikum vor der Kammerprüfung nach. Für die fachpraktische Ausbildung erstellt das Berufskolleg einen Ausbildungsplan der dem Ausbildungsrahmenplan des entsprechenden Berufes entspricht. Ausbildungsnachweise sind zu führen.

In welchem Umfang sind für  Assistentenberufe  (Zulassung zur Kammerprüfung, Fallgruppe II) Praktika zu leisten?
Insgesamt sind 48 Wochen Praktika vor der Kammerprüfung nachzuweisen. Davon sind 28 Wochen nach erfolgreichem Abschluss des Assistentenberufes nach Landesrecht abzuleisten. Davor sind 20 Wochen Praktika – zum Teil in der unterrichtsfreien Zeit – abzuleisten.

Wie erfolgt die Betreuung der  Assistentinnen und Assistenten in den 28 Wochen des Praktikums?
Die Betreuung muss durch die Berufskollegs organisiert werden. Die Art der Betreuung liegt im Ermessen der Berufskollegs.

Welchen Status besitzen die Assistentenschüler/innen während des 28-wöchigen Praktikums?
Die Assistentenschülerinnen und -schüler besitzen weiterhin den Schülerstatus. (Versicherungsschutz, BaFög)

Fragen zur Organisation

Zu welchen Terminen können Schülerinnen und Schüler in die vollzeitschulischen Berufsausbildungen aufgenommen werden?
Die Verordnung schreibt vor, dass die Bildungsgänge als zusätzliche Möglichkeit für so genannte Altbewerber sowie für förderbedürftige Jugendliche angeboten werden sollen. Als Altbewerber gelten Jugendliche, die seit mindestens sechs Monaten die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben.
Damit beginnen diese Ausbildungen in der Regel zum zweiten Schulhalbjahr, also zum 1. Februar. Die ersten sechs Monate des Schuljahres sollen die Jugendlichen und die zuständigen Institutionen versuchen, reguläre Ausbildungsstellen zu schaffen.
Die Jugendlichen besuchen dementsprechend im ersten Schulhalbjahr einen vollzeitschulischen Bildungsgang. Haben sie dann bis zum Februar des nachfolgenden Jahres keinen Ausbildungsplatz gefunden, so können sie in den Bildungsgang nach BKAZVO aufgenommen werden.
Ausnahmen sind Jugendliche, die seit einem ganzen Schuljahr ohne duale Ausbildungsstelle geblieben sind. Bei ausreichender Anzahl kann für diese Schülerinnen und Schüler natürlich auch zum ersten Schulhalbjahr im August ein solcher Bildungsgang eingerichtet werden. Maßnahmen für förderbedürftige Jugendliche können grundsätzlich auch zum Schuljahresbeginn eingerichtet werden.

Sind „Altbewerber“ auch Schülerinnen und Schüler, die sich nach vergeblicher Lehrstellensuche in einem vollzeitschulischen Bildungsgang befinden? (Die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht plus 6 Monate wird unterstellt.)
Ja.

In der BKAZVO sind die zweijährigen Assistentenbildungsgänge für Bewerber mit Hochschulreife nicht berücksichtigt. Welche Regelung ist für diesen Bildungsgang vorgesehen?
Die zweijährigen Assistentenbildungsgänge sind mit der Verordnung erfasst, da sie Sonderformen der grundständigen dreijährigen Assistentenausbildungen sind.

Sind im Rahmen der BKAZVO auch Bildungsgänge wählbar, die im Rahmen der Bezirksfachklassenregelung anderen Standorten zugeordnet sind?
Grundsätzlich ja.

Welche Schüler/Lehrer-Relation wird für Bildungsgänge nach BKAZVO angesetzt?
Es gilt die Regelung über vollzeitschulische Bildungsgänge.

In welcher Form, in welchem Umfang, mit welchen Anlagen, bis zu welchem Termin ist ein Genehmigungsantrag zu stellen und an wen?
Zunächst muss die Konsensrunde die Einrichtung eines neuen Bildungsganges nach den Vorgaben der BKAZVO beschließen.
Darüber existiert entweder eine Bestätigung oder zumindest ein Protokoll, aus dem der Konsens deutlich erkennbar wird. Der Konsens ist die Basis für die Beratung des Schulträgers (Schulausschuss). Der Antrag geht an die Bezirksregierung. Nähere Auskünfte können die zuständigen Fachberater/innen geben.
Folgende Unterlagen werden benötigt:

  •  Antrag auf Genehmigung auf Grundlage eines Schulträgerbeschlusses
  • der Nachweis über den regionalen Konsens
  • das entsprechende Bildungsgangkonzept

Wird mit dem Jugendlichen ein Berufsausbildungsvertrag geschlossen?
Nein. Das Berufskolleg schließt stattdessen mit dem Jugendlichen eine Ausbildungsvereinbarung (keinen Vertrag).

Können Konsensvereinbarungen auch für mehrere Ausbildungsjahre geschlossen werden?
Nein. Voraussetzung für eine Fortführung ist die Erneuerung des Konsenses. Dies bezieht sich allerdings nicht auf bereits bestehende BKAZVO-Jahrgänge. Diese dürfen natürlich zu Ende geführt werden.

Können Schülerinnen und Schüler eines vollzeitschulischen Bildungsganges nach BKAZVO – gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Fachklassen beschult werden?

Ja!

Fragen zur Finanzierung

Wer übernimmt die Prüfungsgebühren?
Die Prüfungsgebühren können auf Antrag übernommen werden. Anträge werden vom Schulträger über die Bezirksregierungen (zuerst an Dezernat 45, die dann an die Bewilligungsbehörde Dez. 34 weiterleiten) gestellt. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf der Seite Prüfungsgebühren!

Zu welchem Zeitpunkt ist die Übernahme der Prüfungsgebühren zu beantragen?
Die Übernahme der Prüfungsgebühren ist vor der Anmeldung der Jugendlichen zur Prüfung zu beantragen. Die Anmeldung selbst darf erst nach dem Vorliegen des Bewilligungsbescheides erfolgen. Eine Anmeldung zur Prüfung vor dem Vorliegen des Bewilligungsbescheides führt zum Verlust des Anspruchs auf Kostenübernahme.

Wer trägt die Kosten für die Teilnahme an der Überbetrieblichen Ausbildung?
Die Kosten müssen vom Schulträger bezahlt werden. Eine andere Möglichkeit ist die „Verlagerung“ der überbetrieblichen Ausbildung in die Werkstätten der Schule bzw. anderer Bildungseinrichtungen.

Erhält der Schüler im Rahmen der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung?
Nein. Es besteht bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen Anspruch auf Mittel nach dem BaFöG und ggf. Kindergeld.

Stehen Fördermittel für eine sachliche Ausstattung der Berufskollegs zur Verfügung?
Ob und inwieweit Fördermittel zur Verfügung stehen, erfahren die Berufskollegs über die zuständigen Fachberater bei den Bezirksregierungen.

Fragen zur Prüfung

Müssen Schülerinnen und Schüler in den Assistentenbildungsgängen auch an Zwischenprüfungen teilnehmen?
Die Schülerinnen und Schüler in den modifizierten Assistentenbildungsgängen müssen grundsätzlich an einer Zwischenprüfung teilnehmen, ebenso wie Auszubildende in dualen Ausbildungen auch.

Welche Besonderheiten sind im Zuge der Abschlussprüfung zu beachten?
Die Anmeldung zur Abschluss- bzw. Zwischenprüfung darf erst nach Vorlage des Bewilligungsbescheides zur Übernahme der Prüfungsgebühren erfolgen.
Generelle Voraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung der Kammer ist der Berufsabschluss nach Landesrecht (Fallgruppe II).

Werden auch bei der Prüfung anfallende Materialkosten übernommen?
Neben der Übernahme der Prüfungsgebühren kann derzeit die Übernahme eventuell anfallender Materialkosten nicht mehr beantragt werden. Gegebenenfalls werden die Förderrichtlinien noch einmal angepasst, so dass es zukünftig wieder möglich sein wird,  die Erstattung der anfallenden Materialkosten zu beantragen.